Herbert Nauderer studierte von 1980 bis 1986 an

der Akademie der Bildenden Kuenste Muenchen bei

Mac Zimmermann und Robin Page. Seit 1986 ist er als freischaffender

Kuenstler und Musiker taetig. Den Schwerpunkt seiner kuenstlerischen

Arbeit bildet die Zeichnung. Diese erweitert er installativ durch Objekte,

Photocomposings und Videos ergaenzt. Seit 2015 entstehen

auch eigenstaendige Filmprojekte, so beispielsweise der Kurzfilm

„Parasite Island“ mit Sibylle Canonica und Josef Bierbichler. Von 2016 bis

2018 war er Verwaltungsprofessor fuer Zeichnung an der Hochschule

für Bildende Kuenste Braunschweig. Seit 1995 hat er Lehrauftrag an der

Fachschule für Holzbildhauer und der Fachakademie für

Raum- und Objektdesign, Garmisch-Partenkirchen inne. Nauderer lebt

und arbeitet in Weipertshausen am Starnberger See und auf Elba, Italien.


Die inhaltlich miteinander verschraenkten Arbeiten

erzaehlen von einer Expedition zu einer unbekannten

Insel nahe des Polarkreises. Dieser als Parasite Island bezeichnete Ort

wird durch die ominoesen Machenschaften eines namentlich

nicht weiter benannten Erfinders bestimmt. Innerhalb des

Rundgangs locken Landkarten, Logbucheintraege, Architekturmodelle, Filmschnipsel

und andere Hinweise die Besucher*innen auf dessen Faehrte. Dem Pfad

folgend tauchen sie dabei immer tiefer in die mitunter bedrohlich wirkende

Atmosphaere des Eilands ein..

                                            

                                             

Nauderer gelingt es mit seinen vielgestaltigen Werken,

dem Publikum einen Schauer über den Ruecken zu jagen und ihn

durch die emotionale Ansprache zum Nachdenken ueber die

Schattenseiten des Inneren einzuladen. Zeitgleich sind die

einzelnen Arbeiten mit zahlreichen

Referenzen gespickt, die Assoziationen zu geschichtlichen Ereignissen,

dystopischen sowie Horrorfilmen,

Werken symbolistischer Kuenstler wie Alfred Kubin, Literaten wie

Edgar Allan Poe oder Verschwoerungstheorien wachrufen.